Steuererstattung berechnen: Was ist für dich drin?
Mit dem Rechner kannst du deine Steuererstattung berechnen – gemacht für Berufsstarter, die erst seit ein paar Jahren im Job sind. Bis zu sechs kurze Fragen, etwa 2 Minuten, keine Anmeldung. Am Ende siehst du eine Spanne, wie viel Lohnsteuer für dich zurückkommen kann.
Frage 1 von 6
Frage 1
Wann war dein Berufsstart?
Der Monat, in dem dein erstes richtiges Gehalt kam.
Frage 2
Was hast du davor gemacht?
Deine letzte Ausbildung oder dein letztes Studium vor dem Job.
Frage 3
Hast du für diese Jahre schon Steuererklärungen abgegeben?
Gemeint sind die Jahre seit deinem Berufsstart.
Frage 4
Dein Brutto-Jahresgehalt beim Einstieg
Ungefähr reicht – zieh den Regler auf deine Größenordnung.
Frage 5
Wie weit ist es zur Arbeit?
Einfache Strecke, nicht Hin- und Rückweg zusammen.
Frage 6
Was hat deine Ausbildung insgesamt gekostet?
Semesterbeiträge, Miete am Studienort, Fachbücher, Laptop, Fahrten – alles zusammen über die gesamte Zeit. Schätz einfach.
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könnten für dich drin sein.
Was für dich drin ist:
Das ist eine unverbindliche Schätzung und keine Steuerberatung. Der Rechner arbeitet mit vereinfachten Annahmen – dein tatsächlicher Betrag hängt von deinem Einzelfall ab und kann deutlich abweichen.
So rechnet der Rechner
Der Rechner schätzt in drei Bausteinen, wie viel Lohnsteuer bei dir zu viel abgezogen wurde: Teiljahr-Effekt, Werbungskosten über der Pauschale und – bei einer Zweitausbildung – Verlustvortrag. Um das Ergebnis legt er eine Spanne von minus 25 bis plus 25 Prozent. Die Rechnung läuft direkt in deinem Browser. Das steckt dahinter:
1. Teiljahr-Effekt
Wer mitten im Jahr startet, zahlt jeden Monat Lohnsteuer, als würde das Gehalt zwölf Monate laufen. Fällig ist aber nur die Steuer auf das Einkommen, das du im Startjahr wirklich verdient hast. Der Rechner nimmt die Steuer auf ein volles Jahr, teilt sie durch zwölf, multipliziert sie mit deinen Arbeitsmonaten und zieht die Steuer auf dein echtes Teiljahres-Einkommen ab. Der Unterschied ist zu viel gezahlt. Je später im Jahr du gestartet bist, desto größer fällt er aus. Wer im Januar anfängt, hat ihn nicht.
2. Werbungskosten über der Pauschale
Jeder Arbeitnehmer bekommt automatisch einen Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1.230 €. Nur was du darüber hinaus an Werbungskosten hast, bringt zusätzlich etwas. Der Rechner setzt zwei Posten an: deinen Arbeitsweg und pauschal 300 € im Jahr für Arbeitsmittel. Beim Arbeitsweg rechnet er mit 220 Arbeitstagen und der Entfernungspauschale von 0,30 € je Kilometer, ab dem 21. Kilometer mit 0,38 €. Wer fast nur im Homeoffice arbeitet, setzt für den Arbeitsweg 0 € an. Liegt die Summe über 1.230 €, zählt der Überhang mit einem Steuersatz von 30 Prozent. Im Startjahr fallen die Kosten nur anteilig an, der Pauschbetrag gilt trotzdem voll.
3. Verlustvortrag bei Zweitausbildung
Nur bei einer Zweitausbildung – Master, duales Studium oder Ausbildung mit anschließendem Studium – können Ausbildungskosten als Verlustvortrag in deine Berufsjahre wandern. Beim Erststudium zählen sie nur als Sonderausgaben und verpuffen ohne Einkommen; dort setzt der Rechner nichts an. Bei einer Zweitausbildung fragt er die Gesamtkosten in drei Stufen ab und rechnet mit 3.000 €, 10.000 € oder 18.000 € (die oberste Stufe bewusst vorsichtig). Davon zählen 30 Prozent, gedeckelt auf die Lohnsteuer aller offenen Jahre: Mehr als du gezahlt hast, kann nicht zurückkommen. Mehr Hintergrund steht im Ratgeber Verlustvortrag im Studium.
Welche Jahre zählen
Betrachtet werden alle Jahre ab deinem Berufsstart, höchstens vier Jahre zurück, plus das laufende Jahr. Deine Antwort zu bisherigen Steuererklärungen gewichtet die zurückliegenden Jahre: „Nie“ zählt voll, „teilweise“ zur Hälfte, „immer“ gar nicht – dann bleibt nur das laufende Jahr.
Steuerformel und Spanne
Die Steuer rechnet der Rechner nach dem Einkommensteuer-Grundtarif für Steuerklasse 1 (§ 32a EStG, Tarifstand 2024). Vom Brutto zieht er grob 18 Prozent Vorsorgeaufwendungen ab, dazu den Arbeitnehmer-Pauschbetrag und den Sonderausgaben-Pauschbetrag von 36 €. Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer lässt er außen vor. Die drei Bausteine werden addiert, die Spanne wird auf 50-Euro-Schritte gerundet. Liegt die Obergrenze unter 50 €, zeigt er „Wahrscheinlich wenig bis nichts“. Angezeigt wird nur die Gesamtspanne und welche Gründe dahinterstecken, keine einzelnen Beträge.
Beispielrechnungen: So kann das aussehen
Je nach Startmonat, Arbeitsweg und Ausbildung liegen die Ergebnisse zwischen rund 1.000 € und knapp 10.000 €. Die drei Beispiele sind erfundene Berufsstarter, durchgerechnet mit genau der Logik des Rechners:
| Beispiel | Angaben | Das setzt der Rechner an | Geschätzte Spanne |
|---|---|---|---|
| Bachelor, Jobstart Oktober 2025 | 40.000 € brutto, 15 km Arbeitsweg, noch keine Steuererklärung abgegeben | Teiljahr-Effekt: Die Steuer wurde für zwölf Monate berechnet, verdient hat die Person nur drei | 950 bis 1.550 € |
| Master, Jobstart Juli 2024 | 50.000 € brutto, 30 km Arbeitsweg, noch keine Steuererklärung abgegeben, Studienkosten 5.000 bis 15.000 € | Teiljahr-Effekt, Arbeitsweg über der Pauschale und Verlustvortrag | 4.400 bis 7.350 € |
| Duales Studium, Jobstart Januar 2024 | 45.000 € brutto, 45 km Arbeitsweg, noch keine Steuererklärung abgegeben, Studienkosten über 15.000 € | Arbeitsweg über der Pauschale und Verlustvortrag – kein Teiljahr-Effekt, weil der Start im Januar lag | 5.700 bis 9.550 € |
Der Startmonat, der Arbeitsweg und eine Zweitausbildung verändern das Ergebnis am stärksten. Beim ersten Beispiel kommt fast alles aus dem Teiljahr-Effekt. Bei den beiden anderen macht der Verlustvortrag den größten Unterschied.
Deine Zahl sieht anders aus? Sehr wahrscheinlich. Rechne sie in zwei Minuten aus.
Zum RechnerHäufige Fragen zur Steuererstattung
Wie kann ich meine Steuererstattung berechnen?
Am schnellsten mit dem Rechner oben: bis zu sechs Fragen, etwa zwei Minuten, keine Anmeldung. Er schätzt, wie viel Lohnsteuer bei dir zu viel abgezogen wurde, und zeigt dir eine Spanne. Den genauen Betrag kennst du erst, wenn das Finanzamt deinen Steuerbescheid schickt – und den bekommst du nur, wenn du eine Steuererklärung abgibst.
Wie genau ist die Schätzung?
Der Rechner ist bewusst grob. Er arbeitet mit vereinfachten Annahmen: Grundtarif für Steuerklasse 1, ein Steuersatz von 30 Prozent auf Werbungskosten, ohne Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer. Deshalb legt er eine Spanne von minus 25 bis plus 25 Prozent um den errechneten Wert. Dein tatsächlicher Betrag kann deutlich abweichen. Verbindlich ist nur dein Steuerbescheid.
Wie weit kann ich meine Steuererstattung rückwirkend holen?
Bis zu vier Jahre. Die freiwillige Abgabe ist möglich bis zum 31. Dezember des vierten Jahres nach dem Steuerjahr. Für 2022 ist damit am 31. Dezember 2026 Schluss, für 2023 am 31. Dezember 2027. Der Rechner betrachtet deshalb nur Jahre ab deinem Berufsstart, höchstens vier zurück, plus das laufende Jahr.
Was brauche ich, um meine Steuererstattung zu berechnen?
Fünf Angaben, bei einer Zweitausbildung sechs: Monat und Jahr deines Berufsstarts, deine Ausbildung oder dein Studium davor, ob du schon Steuererklärungen abgegeben hast, dein ungefähres Brutto-Jahresgehalt und deinen Arbeitsweg. Nur bei Zweitausbildung kommt die Frage nach den Gesamtkosten dazu. Belege brauchst du nicht, ein Konto und eine Mailadresse auch nicht.
Lohnt sich die Steuererstattung auch nach einem Bachelor?
Oft ja, schon wegen des Teiljahr-Effekts und der Werbungskosten. Der Verlustvortrag für Studienkosten gilt aber nur bei einer Zweitausbildung – Master, duales Studium oder Ausbildung mit anschließendem Studium. Beim Bachelor als Erststudium zählen die Kosten nur als Sonderausgaben und verpuffen ohne Einkommen. Der Rechner setzt dort deshalb keinen Verlustvortrag an.
Wie viel Steuererstattung bekommt man im Schnitt?
Im Schnitt erstatten die Finanzämter rund 1.240 € pro Steuerjahr (Statistisches Bundesamt, Steuerjahr 2022). Das ist ein Durchschnitt über alle Fälle, keine Zusage für dich. Nicht verwechseln: Der Arbeitnehmer-Pauschbetrag liegt bei 1.230 € und wird automatisch in deine Steuer eingerechnet.
Weiterlesen im Ratgeber
- Steuererklärung rückwirkend – welche Jahre noch offen sind und bis wann du abgeben kannst.
- Verlustvortrag im Studium – wie du Ausbildungskosten für die Steuer rettest.
- Erste Steuererklärung – Schritt für Schritt bis zur Abgabe.
Diese Seite gibt allgemeine Informationen und eine unverbindliche Schätzung. Sie ersetzt keine Steuerberatung im rechtlichen Sinn. Was für dich gilt, hängt von deinem Einzelfall ab. Stand: September 2026.